Na zdrowie! Eine Nacht in Polen

Spontan-Trips sind für mich absolute Allrounder: Kurzfristig nach passenden Orten und Unterkünften suchen macht mich fröhlich hibbelig, kurz mal ausbrechen verschafft eine tiefe Verschnaufpause, Lunchpakete für die Fahrt vorbereiten verschäfrt die Vorfreude ungemein! Es war also mal wieder soweit: Uns zog es ganz spontan aber nicht ungeplant an die polnische Küste, nach Międzyzdroje.

Międzyzdroje, oder Misdroy, liegt etwa 15 km von der deutschen Grenze entfernt, direkt neben Usedom auf der Ostsee-Insel Wolin. Mit nur einer Übernachtung ist das eigentlich kein Artikel wert – wirklich viele Tipps habe ich diesmal nicht für euch. Aaaaber: Ort und vor allem die sehr vegan-freundliche Unterkunft waren so überzeugend, dass ich euch das nicht vorenthalten kann!

Mit dem Auto erreicht man Międzyzdroje von Berlin aus in knackigen 2,5 Stunden. Das ist nicht lang, aber lang genug, um doch ein paar Muffins und frische Erdbeeren als Auto-Snack vorzubereiten. Selbst spontan, was in unserem Fall zwei Tage vor Abreise hieß, waren noch günstig Autos zu mieten.

Międzyzdroje

Der Ort liegt direkt an der zur Ostsee gehörenden Pommerschen Bucht. Hier erwartet euch eine Mischung aus von Vorurteilen überlaufenden Imaginationen kleiner Ossi-Hütten in matten, traurigen Farben und etwas heruntergekommen, und hübschen, holzlastigen Villen in hellem Grau und Weiß. Das kleine Örtchen, indem etwas mehr als 5.000 Menschen leben, liegt an einem der für mich schönsten Ostseestrände, hat einen wirklich hübsch angelegten Park und einige Touri-Buden, an denen man auch mal getrost vorbei gehen kann. Etwas mehr im „Zentrum“ findet man auch Restaurants, die mehr als auf dem Grill drehende Schwarte und TK-Pommes anbieten. Bei abendlichen Strandspaziergängen kann man auch auf die wunderschöne Seebrücke und wer Karneval oder den Ballermann vermisst, kann sich unten in der Bar eine Dosis polnischen Schlager geben. Für einen Zwei-Tages-Trip ist der Ort perfekt: Es gibt war zu entdecken und man kann auch echt ganz gut nix tun!

Unterkunft

Wir nächtigten im Penthouse der VILLA MODIVA, einer wunderschönen Villa direkt am Strand. Die Preise sind moderat, das Zimmerangebot variabel, so ist für jede etwas dabei. Von Doppel- und Drei-Bett-Zimmern über ein spezielles Zimmer im Turm bis über zum Penthouse wird alles angeboten. Die meisten Zimmer haben einen Balkon, das Penthouse sogar eine großzügige Terrasse mit Meerblick. Zu viert ist der Preis wirklich super, dazu ist das gesamte Haus wie auch das Penthouse liebevoll eingerichtet, sauber und durchweg zu empfehlen!

 

 

Wer bei der Reservierung angibt, vegan speisen zu müssen, wird positiv überrascht: Das Buffet bietet viele Optionen, Sojamilch und Humus wurden extra gekauft bzw. selbst gemacht und aus vegan deklariert. Auf Wunsch gab es auch vegane Pancakes. Die nette Hausdame hat vorher ein vegetarisches Restaurant geleitet und legt wert darauf, dass auch vegane und glutenfreie Speisen jederzeit angeboten werden können. Kaffee, Tee, Kuchen und Obst stehen auch über die Frühstückszeiten hinaus zur Verfügung und können im sonnigen Hof eingenommen werden. Übrigens auch während des ganzen Abreisetages, wenn man schon morgens ausgecheckt hat. Besonderer Service: Wer den Tag noch am Strand verbringen will, muss nicht vollgesandet ins Auto steigen, sondern kann noch in den Waschräumen, die zur Saune gehören, duschen.

 

 

 

NomNom

Im Stadtzentrum gibt es einige italienische Loka, unter anderem auch das Dolce Vita. Hier gibt´s zwei wirklich leckere vegetarische Pizzen, bei der man einfach den Käse abbestellen kann. Einmal typisch „Vegetariana“ mit Paprika, Champignons und Brokkoli, und eine weitere mit Kapern, roten Zwiebeln und getrockneten Tomaten. Der Service war freundlich und hat sich nochmals informiert über die Zutaten.